Sonntag, 6. März 2022

Home schooling

Home schooling Elisa.Joy - November 2012 und heute

Seit Anfang diesen Jahres gehen Elisa.Joy und Ben.Luca nicht mehr in die südafrikanische Schule, sondern bereiten sich in Melusi mit speziellem Lernmaterial gezielt auf die Schule in Deutschland vor. Seit Beginn ihrer Schulzeit haben unsere Kinder zusätzlich zur Schule in Südafrika jeden Tag Zuhause eine Stunde Deutsch gelernt. Dafür haben wir ein deutsches Fernschulmaterial genutzt, welches sehr hilfreich für unsere Kinder war.

Doch mit dem bevorstehenden Umzug nach Deutschland müssen unsere beiden Großen noch so einiges nachholen, um gut in der Schule zurecht zu kommen. So lernen sie nun jeden Morgen mit Hilfe von zwei Lernhelfern [DANKE Doreen und Sophia] gezielt Deutsch, Mathe und Französisch. Vor allem in Französisch haben sie so einiges nachzuholen, da sie dies bisher nicht lernen mussten. Auch wenn die Umstellung für unsere Kinder auf die Schule in Deutschland bestimmt herausforderend sein wird, so glauben wir doch, dass wir sie mit diesem speziellem Unterricht gut vorbereiten können.

Ben.Luca und seine Lernhelferin

Sonntag, 20. Februar 2022

Good bye Garten-Garth

Es war schon ein kleiner Schock als Garth uns vor wenigen Tagen mitteilte, dass er Melusi verlassen wird. Er gehörte als Resident fast vier Jahre zu unserer Gemeinschaft und hat in dieser Zeit, den Melusi Gemüsegarten geleitet. Unter seiner Leitung haben wir die Größe des Garten fast verdoppelt. Nie sah unser Garten besser aus und vor allem nie haben wir mehr geerntet und konnten mehr Gemüse an Bedürftige verteilen. Garth war ein extrem harter Arbeiter und ein großer Segen für Melusi und hunderte Menschen, die wöchentlich von unserem Garten profitieren.

Unsere Tagesernte: Ein hänger voller Maiskolben

Nun zieht Garth weiter. Er sucht eine neue Herausforderung und möchte in einem großen Kinderheim an der Küste ein ähnliches Gartenprojekt aufbauen. Für uns ist dies ein enormer Verlust und wir müssen nun so einiges neu Organisieren. Ein Garten ohne Garth war in den letzten Jahren gar nicht vorstellbar. 

Zu unser Überraschung hat sich ein Ehepaar aus unserem Team sofort bereiterklärt, die Verantwortung für den Garten zu übernehmen.


 

Montag, 14. Februar 2022

Lieblingsurlaub

Ein letztes Mal. Immer wieder kommen wir nun in Situationen, in denen wir Dinge "ein letztes Mal" hier in Südafrika machen. Es ist in gewisser Weise ein Abschiednehmen auf Raten. 
In den letzten Tagen hatten wir noch einmal die Möglichkeit, an unseren Lieblingsurlaubsort am Indischen Ozean zu fahren. Gemeinsam mit einer Freundin aus Melusi konnten wir diese Zeit ausgiebig genießen: herrliches Wetter, Traumstrände, Schwimmen im warmen Meer, leckeres Essen, tolle Natur ... 
Es war wirklich ein toller Abschied von diesem wunderschönen Ort und wir wissen uns beschenkt, dass wir solche Momente erleben dürfen. Ein letztes Mal. [Bildershow]

Dienstag, 25. Januar 2022

Höhlenwanderung

Wandern in den Drakensbergen waren wir schon öfters. Gezeltet hatten wir auch schon mehrmals im Gebirge. Doch in einer Höhle hatten wir noch nie übernachtet.
Nun war es an der Zeit und gemeinsam mit drei Freunden haben wir uns aufgemacht. Auch wenn die Strecke bis zur Höhle nur 8,5 km lang war, so hatte sie es doch in sich. Die letzten drei Kilometer ging es durch ein Flußbett und da es vorher viel geregnet hatte, wurde dieser Abschnitt doch recht abenteurlich. Mehrmals mussten wir den Fluss durchqueren - nicht immer ganz einfach mit einem großen Rucksack auf dem Rücken.
Doch der Aufwand lohnte sich. "Unsere" Höhle war super groß, wunderschön gelegen und hatte sogar einen eigenen Wasserfall. Wir haben um's Feuer gesessen, Pasta gegessen und einfach die Natur und Abgeschiedenheit genossen. Selbst das Schlafen auf unseren Isomatten ging viel besser als gedacht.
Es war ein tolles Erlebnis. Einzigartig. Wunderschön. [Bildershow]

Sonntag, 16. Januar 2022

Ein denkwürdiger Nachmittag

Wir wollten es ihnen persönlich sagen. Mit Baba Eric, Mama Maria, Smangele, Nomusa, Sylvia und Lovey haben wir eine enge Verbindung. Jeder einzelne hat unser Leben enorm bereichert. Mit jedem einzelnen haben wir eine gemeinsame Geschichte. In jedem einzelnen Leben ist Gottes Güte in den letzten Jahren groß geworden und wir durften dies miterleben. Gott hat sie in seiner Barmherzigkeit berührt, sie von Abhängigkeiten und Geisterglauben befreit, ihnen neue Hoffnung und neues Leben geschenkt. Wunderbare Geschichten der Liebe Gottes.

Nun war es an der Zeit ihnen zu sagen, dass wir in wenigen Monaten Melusi verlassen werden, um nach Deutschland zurückzukehren. Dazu hatten wir sie zu uns nach Hause eingeladen. Es wurde ein denkwürdiger Nachmittag für uns alle. Schon beim Abholen haben sie gesungen und die Gemeinschaft genossen. Voller Freude saßen wir in unserem Garten zusammen, haben Erinnerungen ausgetauscht und gemeinsam gegessen. 
Emotional wurde es, als wir über unseren Abschied sprachen. Hatten wir noch kurz vorher gemeinsam gelacht, so haben wir nun zusammen geweint. Es war berührend und befreiend zugleich.

Nachdem der erste Schock vorbei war, durften wir noch gemeinsam singen und beten. In diesen Momenten ist uns neu bewußt geworden, wie reich wir in unserer Zeit in Melusi beschenkt wurden. Gott hat durch uns Menschen gesegnet und wir sind durch sie gesegnet wurden.

Freitag, 31. Dezember 2021

Weihnachten in Familie

Dieses Jahr haben wir unser 11. Weihnachten in Südafrika gefeiert und mit unserer Entscheidung, im nächsten Jahr nach Deutschland zurückzukehren, war es vorerst unser letztes Weihnachten in Melusi. Von daher haben wir diese Tage besonders genossen und ganz bewusst gefeiert. Noch einmal Weihnachten feiern, wie es unsere Kinder kennen: Baden am Nachmittag [trotz kaltem Wetter, aber Tradition muss sein], Freunde einladen und mit ihnen gemeinsam feiern, selbstgebackenen Stollen essen, die Weihnachtsgeschichte selber spielen, Geschenke unterm Weihnachtsbaum, Bescherung mit großer Freude und natürlich Grillen [trotz heftigem Platzregen].
Am 25. Dezember haben wir uns als Gemeinschaft am Melusi-See getroffen. Es war wieder unwahrscheinlich bewegend, gemeinsam mit unseren wohnungslosen Männern zu feiern. Für einige von ihnen war es das erste Mal, dass sie zu Weihnachten ein Geschenk bekommen haben. Andere konnten sich überhaupt nicht mehr daran erinnern, wann sie das letzte Mal nüchtern Weihnachten gefeiert haben... 
Für uns hingegen war es das letzte Mal Weihnachten mit unserer Melusi-Familie. [Weihnachtsbilder]

Familienbild vor dem WM-Stadion in Durban

Montag, 20. Dezember 2021

Melusi Familie

Auch wenn es vielleicht nicht das beste Bild ist, so gibt es doch einen guten Eindruck von unserer Lebensgemeinschaft im Moment: es ist ziemlich lebendig. Aktuell gehören 38 Leute aus vier Ländern mit sechs unterschiedlichen Sprachen zu Melusi - inklusive 15 Kinder im Alter von 2-15 Jahren. Es ist wie in einer Großfamilie.
 
Leider fehlen auf dem Bild Sister Lynn, die älteste Bewohnerin von Melusi und einer unserer Kurzzeitler. Er lag zu diesem Zeitpunkt krank im Bett und wurde einen Tag später positiv auf Corona getestet. Kurz darauf waren es dann schon vier Mitarbeiter, die den Virus hatten. 
Leben in Gemeinschaft bringt den großen Vorteil mit sich, dass man auch in solchen Momenten nicht wirklich allein ist. Man wird gut versorgt und hat immer wieder Leute, die einen mit etwas Abstand besuchen kommen. Doch der Nachteilt daran ist, bevor man die Kranken isolieren kann, sind die Nächsten schon angesteckt und der Virus hat leichtes Spiel sich auszubreiten. Es ist wie in einer richtigen Familie.