Den aktuellen Melusi Freundesbrief mit einem Bericht von uns als Familie könnt ihr auf der Melusi Website oder direkt hier lesen. [Leider nur in Englisch verfügbar.] Viel Freude.
Sonntag, 30. Mai 2021
Melusi Freundesbrief
Mittwoch, 26. Mai 2021
Sonnenaufgang
Sonntag, 23. Mai 2021
Corona in Melusi
Alles fing vor zwei Wochen an. Ein paar Mitarbeitern ging es nicht gut. Kopfschmerzen, Müdigkeit - alles nichts dramatisches und den meisten ging es auch nach 2-3 Tagen schon wieder besser. Die Programme liefen normal weiter, gab es doch kaum Grund an Corona zu denken. Die Zahlen der täglichen Neuansteckungen waren weiterhin sehr niedrig und die lang angekündigte dritte Welle, schien einfach nicht kommen zu wollen.
Als dann aber eine Mitarbeiterin plötzlich nicht mehr richtig Riechen und Schmecken konnte, waren wir dann doch alarmiert und schickten sie zum Testen ins Krankenhaus. Der Schnelltest fiel negativ aus und wir atmeten alle auf. Da sich ihr Zustand aber verschlechterte, schickten wir sie zwei Tage später mit der Bitte um einen PCR-Test noch einmal zum Krankenhaus. Die Krankenschwestern sahen aber keine Notwendigkeit darin und schickten sie ohne einen weiteren Test wieder nach Hause.
| Warten vor dem "Melusi Testzentrum" |
Da sich mittlerweile weitere Mitarbeiter krank fühlten, schickten wir am Samstag letzte Woche drei Leute zum Testen ins Krankenhaus. Als aber nach drei Stunden Warten sich noch nichts getan hatte, verließen wir erneut frustriert das Krankenhaus. Irgendwie ahnten wir da, warum die Coronazahlen in Südafrika weiterhin so niedrig sind...
Am Montag unternahmen wir einen erneuten Anlauf. Dieses Mal mit "Erfolg": die erste Freiwillige wurde positiv auf Corona getestet. Die Mitarbeiter des Krankenhauses versprachen, umgehend ein Team nach Melusi zu schicken, welches uns alle testen sollte. Als wir dann am nächsten Tag aber bei dem Team anfragten, wann sie nun endlich kommen würden, wußten sie noch nicht einmal von uns Bescheid. Man schien es also nicht ganz so eilig zu haben.
Da wir aber Klarheit haben wollten, fuhren wir mit 10 Leuten ins Krankenhaus. Dabei wurden zwei weitere Freiwillige positiv getestet. Daraufhin kam dann doch noch das Einsatzteam nach Melusi, testete alle, die bisher noch nicht getestet wurden und "entdeckte" weitere Corona-Erkrankte. Dieses Mal wurden PCR-Tests durchgeführt, die anschließend ins Labor geschickt wurden. Dumm nur, dass scheinbar drei Tests "verloren" gegangen sind. Jedensfalls warten wir noch immer auf die Ergebnisse.
| Ben.Luca beim Testen - jeder der Melusi Gemeinschaft wurde getestet |
In aller Aufregung und zum Teil auch Frust über die Testssituation sind wir überaus dankbar, dass bisher keiner ernsthaft erkrankt ist, alle Mitarbeiter sich relativ einfach isolieren können und sich bisher außer vielleicht einem Resident kein weiterer unserer Männer angesteckt hat.
Nun haben wir für zwei Wochen einen Melusi Lockdown ausgerufen. Alle Dienste und Programme sind vorerst abgesagt, wir verlassen nicht das Gelände, die Kinder gehen nicht zur Schule und keiner darf nach Melusi kommen. Nun hoffen und beten wir, dass wir damit den Virus in Melusi stoppen können.
Freitag, 7. Mai 2021
Kurzurlaub in den Bergen
Montag, 26. April 2021
Gott am Werk
Dienstag, 13. April 2021
Ausländer raus oder rein
Seit mehreren Jahren wird es immer schwieriger, in Deutschland ein Visa für einen Freiwilligendienst in Südafrika zu bekommen. Vor allem wenn man eine Berufsausbildung oder einen Studienabschluß vorweisen kann, muss man sich sehr genau erklären, aus welchen Gründen man einen Freiwilligendienst machen möchte. Außerdem möchte die südafrikanische Botschaft wissen, inwieweit der Aufenthalt in Südafrika der eigenen Karriere dient.
Die Hintergründe der zunehmenden Komplikationen können nur erahnt werden. Einer der Hauptgründe scheint zu sein, dass man nicht möchte, dass [weiße] ausländische Fachkräfte schwarzen Südafrikanern Arbeitsplätze wegnehmen [die Arbeitslosenquote ist bei über 30% - Tendenz steigend]. Auch wenn dies in einem Freiwilligenprogramm oft nicht der Fall ist, so versucht jedenfalls die südafrikanische Botschaft in Deutschland dies von vornherein auszuschließen. Dies macht es momentan für Melusi ziemlich kompliziert, neue internationale Mitarbeiter zu gewinnen. Jeder Visaantrag wird zur Gedulds- und Nervenprobe.
Auf der anderen Seite leben und arbeiten geschätzt weit mehr als eine Million illegale Einwanderer aus Simbabwe in Südafrika. Sie haben zum Teil eine bessere Schulbildung als viele Südafrikaner, sprechen ein besseres Englisch und sind im Gegensatz zu vielen Einheimischen vor allem als harte Arbeiter bekannt, die sich auch nicht scheuen, Verantwortung zu übernehmen. Dies macht sie für viele Betriebe und Bauern interessant. Doch leider werden sie oft auch ausgenutzt, als billige Arbeitskräfte eingesetzt oder ohne Bezahlung wieder weggeschickt. Beschweren können sie sich kaum, da sie ja illegal sind. Außerdem sind sie bei vielen Südafrikanern auch nicht hoch angesehen - nehmen sie doch Arbeitsplätze weg.
Es ist und bleibt eine schwierige Geschichte.
Montag, 29. März 2021
Mauerfall II.
| März 2021 |
| März 2017 |

