Freitag, 18. März 2016

Dundee Zeitung

Einmal in der Woche kommt die lokale Zeitung für Dundee und Umgebung heraus. Neben Lokalpolitik [oft keine guten Neuigkeiten] und dem Lokalsport [nichts wichtiges] gibt es jede Woche noch 3-4 Seiten über alles Negative, was wieder passiert ist [Unfälle, Gewalt, Einbrüche ...]. Es ist oft sehr deprimierend zu lesen, was in unserer Stadt so passiert.

Doch nun gibt es mal wieder richtig gute Neuigkeiten. Zweimal berichtete die Lokalzeitung in der letzten Woche über Melusi. Auch wenn die Berichte in Englisch sind, so wollen wir sie euch nicht vorenthalten:

Breaking the cycle of poverty through care, love and faith

Hundreds expected at Melusi Youth Conference 


Montag, 14. März 2016

Vier

Seit Tagen gab es für Jo.Ann kein anderes Thema mehr als ihren Geburtstag. Heute war es dann endlich soweit. Zu ihrer ersten richtigen Geburtstagsparty hatte Jo.Ann einige Freunde aus Melusi und ihrem Kindergarten eingeladen. Auch wenn alles ziemlich wuselig war und einige der Kleinen zwischendurch immer mal wieder ihre Mama brauchten, so war es doch für Jo.Ann ein herausragender Tag. Es war ihr Tag und den hat sie sichtlich genossen.


Montag, 7. März 2016

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Die Regenzeit [September - März] neigt sich langsam dem Ende entgegen und noch immer sind die Wasserreservoirs in unserer Gegend erschreckend leer. Schon seit Monaten wird kein Wasser mehr aus umliegenden Seen genommen, um sie wieder etwas aufzufüllen. Doch leider ohne Erfolg. Der See, der Dundee mit Wasser versorgen soll, ist gerade 3% gefüllt. Bei anderen Seen sieht es auch nicht viel besser aus.
Nachdem 2014 schon ein sehr trockenes Jahr war, regnete es 2015 so wenig wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen vor ca. 100 Jahren. Leider setzt sich die Tendenz in 2016 fort. Obwohl wir immerhin etwas Regen in den letzten Wochen bekommen haben, ist es bei weitem nicht genug, die Dämme wieder aufzufüllen und den Grundwasserstand anzuheben.
Die Auswirkungen sind zum Teil verheerend: In der letzten Woche wurde uns mehrmals das Wasser am Nachmittag abgestellt. Wann es wieder kommen würde, konnte keiner sagen. So sind wir manchmal zum Schwimmbad gefahren, um uns "waschen" zu können.
Doch damit befinden wir uns noch in einer glücklichen Lage. Immerhin kommt unser Wasser spätestens am nächsten Tag zurück. In einer Nachbarstadt von Dundee hingegen kommt schon seit mehreren Wochen kein Wasser mehr aus den Leitungen. Leute stehen an den Ampeln und betteln nicht mehr um Geld, sondern um Wasser.
Für die nächsten Tage ist nun kräftiger Regen angesagt. Es wäre zu schön, wenn er wirklich käme. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Zulu-Spezialität


Dies ist ein kleines Bilderrätsel: Welche Zulu-Spezialität ißt Ben.Luca?


Montag, 29. Februar 2016

Der schönste Tag

Geburtstag ist doch immer wieder das Schönste - jedenfalls empfinden unsere Kinder dies so. So hat sich auch Elisa.Joy schon lange auf ihren großen Tag gefreut und in großer Vorfreude fast 20 Kinder eingeladen. Zu unserer Überraschung kamen dann auch die meisten und so hatten wir wirklich eine große Party. 


Für uns ist dabei immer wieder schön zu sehen, wie unsere Kinder in Südafrika Freunde gefunden haben. Egal ob weiß [Deutsch, Englisch, Afrikaans], schwarz [Zulu] oder indisch [Moslem, Hindu] - es war vieles vertreten, was Südafrika an Volksgruppen zu bieten hat. Doch die Kinder nehmen dies gar nicht so wahr. Sie sind Freunde und haben Elisa.Joy mit ihrem Kommen die größte Freude gemacht. Geburtstag ist wirklich der schönste Tag des Jahres.

Montag, 22. Februar 2016

Freies Wochenende

Zu unserem fünfjährigen Jubiläum in Melusi haben wir uns selbst beschenkt: Wir sind für zwei Tage in ein Familienferiendorf in die nahegelegenen Drakensberge gefahren, waren wandern, haben gegrillt und vor allem waren wir ständig baden. Auch wenn es mit drei Kindern schwer ist, sich wirklich zu entspannen und zwei Tage dafür auch etwas kurz sind, so hat uns doch die gemeinsame Zeit und auch der Abstand zu Melusi gut getan. 


Montag, 15. Februar 2016

Vom Straßenkind zum Missionar

Voller Begeisterung für JESUS - Bonginkosi [links]
Es ist schon eine ganze Weile her, dass Bonginkosi [26 Jahre] das erste Mal nach Melusi kam. Seinen Vater kennt er nicht und an seine Mutter hat er aus seiner Kindheit vor allem schlechte Erinnerungen. Von verschiedenen Männern bekam sie insgesamt 23 Kinder, von denen leider 14 schon gestorben sind.  Bis heute ist Bongi's Mutter Alkoholikerin und kann sich nicht um ihre Kinder kümmern. Wahrlich kein guter Start ins Leben. 
Mit sechs Jahren fing Bonginkosi selber an, für seinen Lebensunterhalt und die Schulgebühren zu arbeiten. Ständig wechselte er die Schule und wurde nie irgendwo seßhaft. Mit neun kam er dann für einige Monate nach Melusi und wohnte in einer Art Kinderheim. Hier gab er sein Leben JESUS und fand in einer Mitarbeiterin eine neue Mutter. 
Doch dieses "Glück" währte nicht allzu lange. Schon bald rannte er den großen Jungs hinterher und lief von Melusi weg. Da seine Mutter weiterhin mehr am Drinken als an ihrem Sohn interessiert war, landete Bongi schon bald auf der Straße. Über den Umweg einer Koranschule landete er schließlich in einem katholischen Waisenhaus. Hier fand er das erste Mal seit langem ein Zuhause und beendet erfolgreich seine Schule.
Bonginkosi erhielt ein Stipendium und fing an, Krankenpfleger zu lernen. Es schien, als habe er seinen Traumberuf gefunden. Doch GOTT sprach in dieser Zeit sehr deutlich zu Bongi: "Komm und folge mir nach." Diese Worte ließen ihn nicht mehr los und auch wenn seine Familie, viele Freunde und seine Kollegen es nicht nachvollziehen konnten, so kündigte er Ende Januar seinen Job im Krankenhaus. Nun wohnt er nach vielen Jahren wieder in Melusi und gehört zu unserem Team - vom Straßenkind zum Missionar.